Jahrhundertchance

Begonnen von sweiland, 25 04, 2024, 14:33

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Sanfte Mobilität

Zitat von: riggnix am  27 03, 2026, 11:13Die Heinrichstraße ist aber auch eine Bundesstraße und eben keine Gemeindestraße.

Bundesstraßen i. e. S. gibt es nicht mehr, alles in Verantwortung des Landes. Aber an dem Beispiel zeigt sich deutlich, dass man eben das Land auch benötigt, um durchgehende Lösungen zu etablieren.

riggnix

#31
Zitat von: Sanfte Mobilität am  27 03, 2026, 11:19Bundesstraßen i. e. S. gibt es nicht mehr, alles in Verantwortung des Landes. Aber an dem Beispiel zeigt sich deutlich, dass man eben das Land auch benötigt, um durchgehende Lösungen zu etablieren.

Ja, stimmt natürlich. Deswegen hab ich ja geschrieben, dass es ums Land und nicht um den Bund geht. Hätt ich genauer/richtiger beschreiben können.

Mein Punkt ist trotzdem: Ich glaube nicht, dass man rechtlich für irgendetwas in diesem Plan das Land braucht. Vielleicht bezüglich Kreuzungen, da kenn ich mich nicht aus.

Es wäre natürlich schön, wenn man das in Abstimmung mit dem Land größer strategisch plant. Das sehe ich nur bei der derzeitigen politischen Besetzung wenig inhaltliche Überschneidungen.

TMG

Zitat von: sweiland am  27 03, 2026, 09:47q.e.d. vor der Barmherzigenkirche, Anfang der Woche wurde hier ein neuer Schacht installiert, jetzt merkt man (bis auf den Sand rundherum) nichts mehr.

...auch Mathematiker?  ;D

sweiland

Zitat von: TMG am  27 03, 2026, 11:53Mathematiker?
Informatiker, hatte also genug Mathematik im Studium. 😁

Sanfte Mobilität

Zitat von: riggnix am  27 03, 2026, 11:25Ja, stimmt natürlich. Deswegen hab ich ja geschrieben, dass es ums Land und nicht um den Bund geht. Hätt ich genauer/richtiger beschreiben können.

Mein Punkt ist trotzdem: Ich glaube nicht, dass man rechtlich für irgendetwas in diesem Plan das Land braucht. Vielleicht bezüglich Kreuzungen, da kenn ich mich nicht aus.

Es wäre natürlich schön, wenn man das in Abstimmung mit dem Land größer strategisch plant. Das sehe ich nur bei der derzeitigen politischen Besetzung wenig inhaltliche Überschneidungen.

Wie schon gesagt, für Bereiche, für die die Stadt Graz alleine verantwortlich ist, kann die Stadt entsprechende Maßnahmen beschließen.

Hier ist der Verlauf der so genannten "Bundesstraßen" durch Graz: https://ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10012280&Artikel=1&Paragraf=&Anlage=&Uebergangsrecht=

Martin

Zitat von: FlipsP am  26 03, 2026, 17:04Außerdem würde man für vieles das Land brauchen...
Warum?
Liebe Grüße
Martin

riggnix

Zitat von: Sanfte Mobilität am  27 03, 2026, 13:33Wie schon gesagt, für Bereiche, für die die Stadt Graz alleine verantwortlich ist, kann die Stadt entsprechende Maßnahmen beschließen.

Hier ist der Verlauf der so genannten "Bundesstraßen" durch Graz: https://ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10012280&Artikel=1&Paragraf=&Anlage=&Uebergangsrecht=

Danke für die genauen Infos. Ich sehe da jetzt keine Straße, die von dem Konzept betroffen wäre. Übersehe ich was?

Sanfte Mobilität

Ich schon, aber das wird hws. nicht zur Debatte stehen. Die ÖVP will ja mit 1000 zusätzlichen Parkplätzen die Stadt mit Autos fluten. Weiß gar nicht, wo diese Stellplätze alle hin sollen? Eine absolut rückwärts gewandte Verkehrspolitik, auch angesichts der aktuellen Situation. Kann nur hoffen, dass sowas nicht gewählt wird.

stef610_neu

Also Bäume weg, Radwege weg, Gehsteige verschmälern, Parken teilweise auf Gehsteigen, Innenhöfe und Vorgärten asphaltieren...
Derlei Szenarien sollte man versuchen zu visualisieren durch Vergleiche mit dem Istzustand, um möglichst vielen Leuten klarzumachen, was das bedeuten könnte.

TMG

Haha, göttlich!  ;D  Aber selbst dann würden manche Politiker gewisser Parteien, deren Klientel überwiegend im Grünen der Peripherie von Graz auf 100 m^2/Person oder mehr lebt, noch strikt an dieser autogeilen 70er-Jahre-Maxime der Stadtplanung festhalten. Ein Schlag ins Gesicht für Graz. Verhässlichungsprogramm at its best. Kotz! An erfolgreichen, vorwärtsgewandten, aufstrebenden Städten wie Kopenhagen und co orientieren wäre objektiv gesehen angebracht. Aber leider werden Maßbahmen/Projekte, die in anderen Städten bereits nachweislich ein Mehr an urbaner Lebensqualität und Ästhetik gebracht haben, von gewissen Parteien ignoriert. Ein Verrat an Graz und seiner Zukunft.

TMG

Ach ja, die Motivation vieler Menschen aus GU, das Auto nach Graz zu nutzen, würde übrigens rapide sinken, wenn der S-Bahn-Tunnel samt besserer Takte endlich umgesetzt werden würde - ein zusätzl. Halt am Lendplatz bei der "kurzen Variante" wäre dabei sicherlich nicht verkehrt.

In Wien gibt es auch keine Diskussion darüber, dass die MaHü tot und menschenleer ist, seit dort keine Autos mehr fahren.... im Gegenteil.

Auch bei der Surfwelle gilt: Jetzt bauen, nicht wieder jahrelang diskutieren, wie und wo und warum und wann und und und.... Der Volksgarten würde dadurch wieder spürbar an Aufenthaltsqualität gewinnen, zumal kriminelle Grüppchen durch das Plus an Sportlern und "Schaulustigen" abgeschreckt werden würden. Also: MACHEN und nicht endlos weiter debattieren!! 

Ok, jetzt weg von off-topic...

Sanfte Mobilität

#41
Das Problem ist, die meinen das wirklich ernst. Da steht im Grunde nur das Auto für wirtschaftliche Prosperität, Rad, Fuß und öV kommen da nicht vor. Obwohl das schon mehrfach widerlegt ist, zählt da nur der autofahrende Kunde als wirklicher Kunde. Und daran hängt sich dann alles auf.

Es wurden in den letzten Jahrzehnten mit den beiden Kastner-Garagen, dem Ausbau des Rosariums (Oper) und der Garage unter dem Karmeliterplatz mehrere hundert zusätzliche unterirdische Parkplätze zentrumsnahe errichtet. Es kann mir keiner erzählen, es gäbe nicht ausreichend Parkraum, auch wenn im Gegenzug richtigerweise Oberflächenparkraum verschwunden ist.

Meiner Meinung nach ist das reiner Populismus, weil diese Annahmen und Vorschläge wenig bis gar nicht faktenbasiert sind, man aber halt mit der "heiligen Kuh" Auto bei gewissen Wählner zu punkten glaubt.

Und weil das Thema war, dass das Land nicht mitspielen müsste, hier das aktuelle Exempel: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/20719212/trotz-vertrag-land-will-bei-neuer-fahrradstrasse-nicht-mitzahlen - das lustige ist, dass die Stellungnahme gegen ,,weitere autofeindliche Maßnahmen" via FPÖ-Aussendung kam und nicht über den Landespressedienst (eh klar, weil sie vertragsbrüchig ist).. Und VP-Hohensinner ist da offenbar auch voll auf FP-Linie. Da kann man sich dann schon ausmalen, was da dort im Falle des Falles passiert ...

Martin

Nicht zu vergessen, dass der Betonverkehrsminister aus dem vorigen Jahrhundert leider auch so eingestellt ist.  :o
Liebe Grüße
Martin

riggnix

Das Schöne an solchen Plänen ist ja, dass man sie auch ohne großes Budget umsetzen kann. Für Einbahnen und Abbiegeverbote braucht man grundsätzlich keine großen Umbauten, somit fehlt dem Land dann auch der Hebel. Aber ja, schauen wir einmal, was die Stadt nach der Wahl überhaupt will.

Sanfte Mobilität

#44
Zitat von: riggnix am  28 03, 2026, 13:34Das Schöne an solchen Plänen ist ja, dass man sie auch ohne großes Budget umsetzen kann. Für Einbahnen und Abbiegeverbote braucht man grundsätzlich keine großen Umbauten, somit fehlt dem Land dann auch der Hebel. Aber ja, schauen wir einmal, was die Stadt nach der Wahl überhaupt will.

Das ist halt leider ein Irrglaube. Natürlicherweise sind solche Maßnahmen vergleichsweise billig, es braucht aber meist entsprechenden politischen Mut - siehe auch einige Fahrspuren für Bus & Tram - weil sie dann meist im Zentrum von öffentlichen Debatten stehen. Und sie können halt auch relativ einfach wieder aufgehoben oder verändert werden. Mit baulichen Maßnahmen zu arbeiten macht da schon Sinn, die kann man nicht mehr so einfach wieder "entfernen".

Das sind die wahren Prioritäten:  https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/20718022/die-dritte-spur-auf-der-a9-soll-ab-2033-fuer-den-verkehr-freigegeben - dafür wird weiterer Bahnausbau verschoben oder abgesagt!

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