Störungen im steirischen Schienennetz

Begonnen von TW 529, 28 03, 2022, 19:35

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

FlipsP

#240
Zitat von: 5047er am  09 04, 2026, 08:51Wenn der Zug wird mit Wiener Personal, oder Grazer Personal das in Graz Dienstschluss hat, gefahren wird ist das leider schon ein Problem. 

Denn dann stellt eine Runde Graz - Kärnten eine Arbeitszeitüberschreitung dar.

Wiener Personal hätte wirklich ein Problem.

Aber Grazer nicht, denn der könnte in Graz eh absteigen und der der in Graz beginnt hat 0 Fahrzeit verbraucht und da ist es von der Fahrzeit her auch egal, ob der jetzt Villach oder Wien fährt.
Hier muss man dann halt aufpassen, was der neue Tfzf als Rückleistung hätte.


Ch. Wagner


Wie jetzt, die ÖBB und die Feuerwehren sollen Böschungsbrände ignorieren und einfach weiterfahren?

Die Westbahn war im Raum St.Pölten aus dem selben Grund auch gesperrt.

Martin

Ich denke jetzt "nur" laut:

Ein freier Desiro ML würde sich in Graz sicher finden. Und ein Lokführer mit Streckenkenntnis, der Reservedienst hat wsl. auch.
Dieser könnte Graz-Klagenfurt pendeln.

Bräuchte man dafür überhaupt einen Zugbegleiter?


Und ganz Alternativ könnte auch ein Bus Graz-Klagenfurt fahren....
Liebe Grüße
Martin

riggnix

Zitat von: 5047er am  09 04, 2026, 08:51Wenn der Zug wird mit Wiener Personal, oder Grazer Personal das in Graz Dienstschluss hat, gefahren wird ist das leider schon ein Problem. 

Denn dann stellt eine Runde Graz - Kärnten eine Arbeitszeitüberschreitung dar.



Aber wenn in Graz Personalwechsel wäre, dann gibt es in Graz auch Personal, das weiter nach Wien gefahren wäre.
Ja, wenn genau alles zusammenpasst, und die in Graz zufällig die Streckenkenntnis für die KAB nicht haben, dann geht das nicht. Aber es wird wohl nicht bei jedem Zug in der Zwischenzeit genau all das zutreffen.
Und wenn das Personal aus Wien ist, kommt es mit Zugausfall auch nicht schneller heim.

danihak

Bei allem Verständnis dafür, dass das Thema Personalplanung schwierig ist, kann es doch nicht sein, so kopflos zu agieren. Scheinbar gibt es kein Konzept, wie man bei einer Störung zwischen Graz und Bruck auf der KAB vorzugehen hat. Das kann es doch wirklich nicht sein.
Für einen einzigen Fernzug, der über Neumarkt umgeleitet wird, richtet man einen SEV-Bus ein, der Klagenfurt erst über eine Stunde nach dem nächsten Zug erreicht. Gleichzeitig stellt man hier aber den kompletten Betrieb nach dem Vogel-Strauß-Prinzip für fast fünf Stunden ein?
Irgendwie muss das Personal, das in Graz strandet, ja auch wieder zurück nach Klagenfurt – oder umgekehrt. Die könnten problemlos mit einem ML hin- und herfahren.
Warum muss ich unbedingt beide Linien umleiten? Die langsameren Züge könnten doch zwischen Villach und Graz sowie zwischen Bruck und Wien pendeln, während die schnelleren über Neumarkt nach Wien geführt werden.
Was hätte man denn gemacht, wenn die Strecke nicht wieder um 20 Uhr freigegeben worden wäre? Einfach ohne weitere Beförderung aufgegeben? Das kann es doch auch nicht sein

5047er

Zitat von: FlipsP am  09 04, 2026, 09:06Aber Grazer nicht, denn der könnte in Graz eh absteigen und der der in Graz beginnt hat 0 Fahrzeit verbraucht und da ist es von der Fahrzeit her auch egal, ob der jetzt Villach oder Wien fährt.
Hier muss man dann halt aufpassen, wenn der neue Tfzf als Rückleistung hätte.
Wenn die Ablöse keine Streckenkenntnis hat, es ein Wiener ist dessen letzte Fahrt das ist oder in Folge noch andere Züge hat, die er/sie nach einmal Graz-Villach und retour sonst versäumen würde ist es halt auch blöd.

Zitat von: Martin am  09 04, 2026, 09:50Ich denke jetzt "nur" laut:

Ein freier Desiro ML würde sich in Graz sicher finden. Und ein Lokführer mit Streckenkenntnis, der Reservedienst hat wsl. auch.
Dieser könnte Graz-Klagenfurt pendeln.

Bräuchte man dafür überhaupt einen Zugbegleiter?


Und ganz Alternativ könnte auch ein Bus Graz-Klagenfurt fahren....
So viel Personal auf "Reserve" gibt es nicht. Und die, die es gibt sind an so einem Tag sowieso irgendwo im Einsatz, z.B. um Kollegen abzulösen die durch stundenlanges Herumstehen irgendwo eh schon die maximale Fahrzeit erreicht haben.

Einen Bus Graz - Klagenfurt würde man mit Sicherheit nicht finden, weil die komplette Kapazität für den SEV zwischen Graz und Bruck/Mur braucht. Mögichweise fände sich in Klagenfurt jemand, um einen Bus nach Graz zu bringen.

Ein Störungskonzept für die Koralmbahn sollte man aber auf alle Fälle ausarbeiten.

Südbahnlöwe

Ich finde es immer spannend, ja eigentlich lächerlich wie die Besserwisser alles besser wissen ohne jegliche Kenntnis.

Die Beurteilung bei Abweichungen von außen ist immer leicht.
Wie der verhinderte Volkskanzler auch immer die richtigen Lösungen parat hätte....

danihak

Zitat von: Südbahnlöwe am  09 04, 2026, 10:29Ich finde es immer spannend, ja eigentlich lächerlich wie die Besserwisser alles besser wissen ohne jegliche Kenntnis.

Wenigstens haben wir hier einen Nutzer, der die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat.

Heißt das also, man soll einfach alles hinnehmen und ja nicht mehr darüber diskutieren wie man es besser machen kann?

Die Lokführer, die in Graz Züge ablösen sollen, die nie kommen, haben keine Streckenkenntnis? Weder in Graz noch in Klagenfurt findet sich ein Lokführer mit entsprechender Streckenkenntnis, der pendeln könnte?

Der kleine, besserwisserische Maxi stellt sich das natürlich einfacher vor, als es ist. Aber fünf Stunden lang keinen Verkehr auf der neuen ,,Superstrecke" anzubieten, ist eigentlich ein Skandal, der sich nicht wiederholen sollte.

Und bezüglich SEV: Was ist aus dem tollen Konzept der ,,Blaulichtbusse" geworden? Hat man das auch schon wieder zu Grabe getragen?
Ich hatte zumindest gestern das Glück, kurz nach Störungsbeginn ab Bruck auf die R9 – SEV über St. Michael ausweichen zu können. Der dafür als zweiter Bus eingesetzte Setra S 431 DT war mit fünf Fahrgästen besetzt ...

amoser

Die S6 verkehrt aktuell nur zwischen Graz und Wettmannstätten, die S61 nur bis Lieboch.
Weiß wer, was da los ist?

FlipsP

Zitat von: 5047er am  09 04, 2026, 10:14
Zitat von: FlipsP am  09 04, 2026, 09:06Wiener Personal hätte wirklich ein Problem.

Aber Grazer nicht, denn der könnte in Graz eh absteigen und der der in Graz beginnt hat 0 Fahrzeit verbraucht und da ist es von der Fahrzeit her auch egal, ob der jetzt Villach oder Wien fährt.
Hier muss man dann halt aufpassen, was der neue Tfzf als Rückleistung hätte.



Wenn die Ablöse keine Streckenkenntnis hat, es ein Wiener ist dessen letzte Fahrt das ist oder in Folge noch andere Züge hat, die er/sie nach einmal Graz-Villach und retour sonst versäumen würde ist es halt auch blöd.

Wie oben eh geschrieben:

Mit Wiener Personal würde es da sicher Probleme bei der Fahrzeit geben.

Steirisches Personal ist da nicht so tragisch. Da es entweder eh ablöst oder eh nach Wien weiter gefahren wäre.

Anschließende Leistungen müssen die RD sowieso umdisponieren, da die ja in der Regel gar nicht mehr funktionieren (b der Tfzf jetzt im SEV sitzt undzu spät kommt oder einmal nach Villach zurück fährt ist für den folgenden Zug ja egal -> der hat keine Tfzf)

Das ist alles ein riesiger Dispositionsaufwand.

Zitat von: 5047er am  09 04, 2026, 10:14So viel Personal auf "Reserve" gibt es nicht. Und die, die es gibt sind an so einem Tag sowieso irgendwo im Einsatz, z.B. um Kollegen abzulösen die durch stundenlanges Herumstehen irgendwo eh schon die maximale Fahrzeit erreicht haben.

Richtig. Reines Reserve Personal sitzt in Graz so ca 3-5 Personen gleichzeitig. Mehr nicht.

Da warten keine Heerscharen auf Abruf

5047er

Zitat von: danihak am  09 04, 2026, 10:50Die Lokführer, die in Graz Züge ablösen sollen, die nie kommen, haben keine Streckenkenntnis? Weder in Graz noch in Klagenfurt findet sich ein Lokführer mit entsprechender Streckenkenntnis, der pendeln könnte?

Der kleine, besserwisserische Maxi stellt sich das natürlich einfacher vor, als es ist. Aber fünf Stunden lang keinen Verkehr auf der neuen ,,Superstrecke" anzubieten, ist eigentlich ein Skandal, der sich nicht wiederholen sollte.

Und bezüglich SEV: Was ist aus dem tollen Konzept der ,,Blaulichtbusse" geworden? Hat man das auch schon wieder zu Grabe getragen?

Wenn du das im Störungsfall so viel besser lösen könntest, warum wirst du dann nicht Disponent? Die ÖBB würden dich mit deinen Fachkentissen bestimmt aufnehmen.

Ein Teil "Blaulichtbusse" sind doch auf dem SEV Puntigam - Kalsodorf unterwegs?
Und die verfügbaren Busse waren mit Sicherheit irgendwo zwischen Graz und Bruck/Mur im SEV im Einsatz. Nur mit ein paar Bussen kann man halt unmöglich alle Fahrgäste auf der Relation aufnehmen.



Zitat von: amoser am  09 04, 2026, 10:52Die S6 verkehrt aktuell nur zwischen Graz und Wettmannstätten, die S61 nur bis Lieboch.
Weiß wer, was da los ist?
Die tolle Streckensperre der Infra jeden zweiten Donnerstag im Monat.

Südbahnlöwe

Zitat von: 5047er am  09 04, 2026, 12:37Wenn du das im Störungsfall so viel besser lösen könntest, warum wirst du dann nicht Disponent? Die ÖBB würden dich mit deinen Fachkentissen bestimmt aufnehmen.



Genau, Troubleshooter können immer gut gebraucht werden.
Wenn jemand wirklich gut ist soll er/sie/es sich in den Leitstellen einbringen statt immer nur von außen hin pecken.

Wenn nicht dann ist kickeleskes Verhalten.

Martin

Zitat von: Südbahnlöwe am  09 04, 2026, 10:29Ich finde es immer spannend, ja eigentlich lächerlich wie die Besserwisser alles besser wissen ohne jegliche Kenntnis.
Anstatt andere User zu beschimpfen, könntest Du konstruktiv zum Thema beitragen und erklären was richtig ist.

Sollte es weitere solche Postings geben, werden wir Dich moderieren müssen.
Liebe Grüße
Martin

koralmbahn

Natürlich ist es personalmäßig nicht leicht und definitiv kompliziert. Aber wie kann es sein, dass es im ganzen Konzern niemanden gibt, der in all der Zeit nicht an die gestrandeten Passagiere denkt? Kopflos ist da wohl noch der mildeste Begriff.

Genau das macht für mich den Unterschied zwischen einem kundenorientierten Unternehmen aus und einem, welches mit den eigenen Regularien und Arbeitsabläufen nicht mehr zurechtkommt. Da können wir noch so viele neue Strecken in die Landschaft pflanzen, wenn man so schnell aufgibt.

s_gelb

Rein aus Interesse, weil wieder froh und munter in alter Manier auf die ÖBB hingehauen wird - welches Betriebskonzept hatte jener Anbieter, der laut eigenen Angaben das Niveau auf der Südstrecke auf ein neues Qualitätslevel heben möchte?