Weizerbahn

Begonnen von TW 529, 29 03, 2022, 19:30

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5047er

Der Unterschied zwischen Weizer Bahn und Murtalbahn liegt darin, dass auf der Weizer Bahn vergleichsweise junge und zeitgemäße Fahrzeuge eingesetzt werden. Auf der Murtalbahn hingegen hat man das Problem, dass die Fahrzeuge deutlich älter sind und manchen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Zudem gäbe es für einen Betrieb im Stundentakt nicht genügend Fahrzeuge.

Der Ersatz der VT+Vs der Murtalbahn durch die Wendezüge der ZB und PLB wäre natürlich eine denkbare Option.

Für den E-Betrieb auf der Weizer Bahn müsste man aber trotzdem E-Fahrzeuge anschaffen, während die vorhandenen V-Fahrzeuge wohl kaum vernünftig zu verkaufen sind.

Sanfte Mobilität

Zitat von: 5047er am Gestern um 17:53Für den E-Betrieb auf der Weizer Bahn müsste man aber trotzdem E-Fahrzeuge anschaffen, während die vorhandenen V-Fahrzeuge wohl kaum vernünftig zu verkaufen sind.

Welche sollen denn das in Weiz sein? Die drei GTW, weil die Talente sind auch schon Gebrauchtfahrzeuge.

Gegenfrage: was passiert mit den GTW der GKB, die werden (sollen) ja auch von Elektrofahrzeugen abgelöst werden durch die Elektrifzierung. Dort ist das kein Problem?

FlipsP

Zitat von: 5047er am Gestern um 17:53Der Unterschied zwischen Weizer Bahn und Murtalbahn liegt darin, dass auf der Weizer Bahn vergleichsweise junge und zeitgemäße Fahrzeuge eingesetzt werden. Auf der Murtalbahn hingegen hat man das Problem, dass die Fahrzeuge deutlich älter sind und manchen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Zudem gäbe es für einen Betrieb im Stundentakt nicht genügend Fahrzeuge.

Der Ersatz der VT+Vs der Murtalbahn durch die Wendezüge der ZB und PLB wäre natürlich eine denkbare Option.

Für den E-Betrieb auf der Weizer Bahn müsste man aber trotzdem E-Fahrzeuge anschaffen, während die vorhandenen V-Fahrzeuge wohl kaum vernünftig zu verkaufen sind.

Dass die Murtalbahn Ersatzfahrzeuge braucht, bestreite ich nicht.

Aber das hätten eben auch die gebrauchten Wendezüge der anderen Bahnen sein können oder man hätte Dieselfahrzeuge bei der gemeinsamen Bestellung fordern können. Wäre alles technisch möglich gewesen. Dann eben mit Dieselmodul, statt Akkupack der ZB.

Deine Argumentation gegen die E-Fahrzeuge in der Oststeiermark kann man eben auch ganz locker in das Murtal übertragen.


Zitat von: Sanfte Mobilität am Gestern um 18:18Welche sollen denn das in Weiz sein? Die drei GTW, weil die Talente sind auch schon Gebrauchtfahrzeuge.

Gegenfrage: was passiert mit den GTW der GKB, die werden (sollen) ja auch von Elektrofahrzeugen abgelöst werden durch die Elektrifzierung. Dort ist das kein Problem?

Und was auch kommt: Die GTW könnte man sehr leicht zusammen mit jenen der GKB verkaufen. Macht man das in 5 Jahren extra, wird es schwerer.


Sanfte Mobilität

Zitat von: FlipsP am Gestern um 18:44Und was auch kommt: Die GTW könnte man sehr leicht zusammen mit jenen der GKB verkaufen. Macht man das in 5 Jahren extra, wird es schwerer.

Ja, trotzdem wird man sie erst dann verkaufen (können), wenn die Strecken elektrifiziert sind.

5047er

Wie bereits erwähnt die beiden vorhandenen Typen.

Natürlich ist auch der Verkauf bzw. Weiterbetrieb der 5063 ein Thema.

Beim Verkauf einer Serie von 12 Fahrzeugen gibt es halt deutlich mehr Interessenten bzw. Einsatzgebiete. Kaum jemand tut sich das für 3 Fahrzeuge an. Denkbar wäre es aber, dass man 5062 und 5063 gemeinsam verkauft.

FlipsP

Zitat von: Sanfte Mobilität am Gestern um 18:53Ja, trotzdem wird man sie erst dann verkaufen (können), wenn die Strecken elektrifiziert sind.

Natürlich. Da steirische Ostbahn und steirische Westbahn ungefähr zu gleich fertig werden, würde - so die Weizer ahn auch direkt elektrifiziert würde - sich hier eine Synergie ergeben, die man später nicht mehr hat.

Zitat von: 5047er am Gestern um 18:58Wie bereits erwähnt die beiden vorhandenen Typen.

Natürlich ist auch der Verkauf bzw. Weiterbetrieb der 5063 ein Thema.

Beim Verkauf einer Serie von 12 Fahrzeugen gibt es halt deutlich mehr Interessenten bzw. Einsatzgebiete. Kaum jemand tut sich das für 3 Fahrzeuge an. Denkbar wäre es aber, dass man 5062 und 5063 gemeinsam verkauft.

Richtig. Weswegen es eben nicht verkehrt wäre, wenn man statt 12 GKB und - keine Ahnung - 5 Jahre später 3 StB GTW zu verkaufen, gleich 15 GTW von GKB und StB verkaufen kann.

StlB Kh. 101

Schade, dass es nicht möglich ist, einfach nur die Antriebsmodule zu tauschen. Das hatten wir aber glaub ich vor ein paar Monaten schon mal diskutiert.

5047er

Möglich ist vieles. Bei der Anschaffung der Stadler GTW hat man das ja auch so kommuniziert, dass die Umrüstung auf E-Fahrzeuge möglich ist.

Nur sind die Fahrzeuge auch schon um die 20 Jahre alt, wenn der E-Betrieb starten kann. Ich habe mir aber sagen lassen, dass der Umbau halt sehr aufwändig ist - man müsste neben dem Antrieb auch die Heizung sowie weitere Komponenten komplett austauschen. Und das dürfte sich bei Fahrzeugen, die die Hälfte ihrer wirtschaftlichen Einsatzdauer erreicht hat einfach nicht mehr auszahlen.


Zitat von: FlipsP am Gestern um 18:44Dass die Murtalbahn Ersatzfahrzeuge braucht, bestreite ich nicht.

Aber das hätten eben auch die gebrauchten Wendezüge der anderen Bahnen sein können oder man hätte Dieselfahrzeuge bei der gemeinsamen Bestellung fordern können. Wäre alles technisch möglich gewesen. Dann eben mit Dieselmodul, statt Akkupack der ZB.

Deine Argumentation gegen die E-Fahrzeuge in der Oststeiermark kann man eben auch ganz locker in das Murtal übertragen.


Und was auch kommt: Die GTW könnte man sehr leicht zusammen mit jenen der GKB verkaufen. Macht man das in 5 Jahren extra, wird es schwerer.


Seit der Lieferung der GTW wurde in Österreich kein einziges neues V-Fahrzeug für den Personenverkehr mehr gekauft. Aus gutem Grund, weil man mittel- bis langfristig im PV komplett ohne Diesel fahren wird. Insofern kann man die Anschaffung einer kleiner Serie an neuen VTs nur als Schnapsidee bezeichnen. Und wie schon gesagt, die Übernahme der gebrauchten (modernen) Garnituren aus dem Zillertal bzw. Pinzgau wäre eine durchwegs denkbare Übergangslösung für die Murtalbahn.

Es stellt sich dabei jedoch die Frage, ob mit den Wendezügen überhaut die Fahrzeiten der VT gehalten werden kann.

Und nochmal: Ich bin NICHT gegen die Elektrifizierung der Strecken, sondern klar dafür. Ich kann allerdings nachvollziehen, wieso man sich bei der Elektrifizierung etwas Zeit lässt und nicht quasi von heute auf morgen alle Strecken elektrifiziert.

Und warum soll ein Verkauf in fünf Jahren schwerer werden? Abgesehen davon, dass die GTW bis dahin sowieso noch benötigt werden. Man wird weniger Geld dafür bekommen, das ist klar. Trotzdem werden auch in fünf Jahren in unseren Nachbarländern noch genug ältere V-Fahrzeuge unterwegs sein. Beispielsweise fallen mit hier die 5047/5147 (247/1446/2446) der GYSEV bzw. MÁV ein, die man auch irgendwann durch mordernere Fahrzeuge ersetzen wird wollen.

FlipsP

Zitat von: 5047er am Heute um 03:32Seit der Lieferung der GTW wurde in Österreich kein einziges neues V-Fahrzeug für den Personenverkehr mehr gekauft. Aus gutem Grund, weil man mittel- bis langfristig im PV komplett ohne Diesel fahren wird. Insofern kann man die Anschaffung einer kleiner Serie an neuen VTs nur als Schnapsidee bezeichnen. Und wie schon gesagt, die Übernahme der gebrauchten (modernen) Garnituren aus dem Zillertal bzw. Pinzgau wäre eine durchwegs denkbare Übergangslösung für die Murtalbahn.

Ja. Das hat man aus gutem Grund nicht mehr getan, Schnapsidee sind Dieseltriebwagen deswegen noch lange nicht.

Denn es gilt:

Zitat von: 5047er am Gestern um 11:54in Zeiten wie diesen (wo es halt "kein" Geld gibt) nicht auch eine Option ist.

Das wird doch allgemein gültig sein oder nicht?

Zitat von: 5047er am Heute um 03:32Und warum soll ein Verkauf in fünf Jahren schwerer werden? Abgesehen davon, dass die GTW bis dahin sowieso noch benötigt werden. Man wird weniger Geld dafür bekommen, das ist klar.

Genau das. Man bekommt weniger Geld dafür. Und natürlich sind die 5 Jahre nicht ab jetzt, sondern ab Verkauf der GKB GTW gerechnet.

4110er

Das Argument "Kleinserie" gegen die Anschaffung von BEMU-Triebwagen für die Weizerbahn ist nicht stichhaltig, denn man könnte sich wohl aus dem Rahmenvertrag der ÖBB mit Stadler bedienen, denn den Rahmenvertrag über 120 Fahrzeuge schöpft die ÖBB sicherlich nicht aus. In dem Zusammenhang wäre es längst an der Zeit weitere Fahrzeuge abzurufen (etwa für die innere/äußere Aspangbahn).Damit käme man relativ kurzfristig, ohne Ausschreibung und zeitgleich mit der Elektrifizierung der Ostbahn zu Fahrzeugen. Auch die Wartung der Fahrzeuge könnte man mit den ÖBB vereinbaren. Und den gesamten BEMU Betrieb (Thermenbahn) an die Steiermarkbahn auszulagern wäre ja auch eine Option.

Und was geschieht mit den Dieseltalent bzw. den GTW der GKB? Wie wäre es mit einer Übernahme durch die ÖBB. Beide könnten ja im SUB die Radkersburgerbahn bzw. die Thermenbahn bedienen. Die dort eingesetzten Desiros wandern nach Oberösterreich und ersetzen dort die (letzten) 5047er. Das Modell hätte vielleicht einen weiteren Vorteil, da die GKB bzw. die Stb die Verkehre günstiger abwickeln könnten (sollte auch für das Land Steiermark ein Thema sein wenn man die Verkehre mitfinanziert oder gar die Thermenbahn übernimmt.)

Alois

Zitat von: 5047er am Heute um 03:32Möglich ist vieles. Bei der Anschaffung der Stadler GTW hat man das ja auch so kommuniziert, dass die Umrüstung auf E-Fahrzeuge möglich ist.

Nur sind die Fahrzeuge auch schon um die 20 Jahre alt, wenn der E-Betrieb starten kann. Ich habe mir aber sagen lassen, dass der Umbau halt sehr aufwändig ist - man müsste neben dem Antrieb auch die Heizung sowie weitere Komponenten komplett austauschen. Und das dürfte sich bei Fahrzeugen, die die Hälfte ihrer wirtschaftlichen Einsatzdauer erreicht hat einfach nicht mehr auszahlen.



Und auch neu zulassen.

FlipsP

Zitat von: 4110er am Heute um 08:26Das Argument "Kleinserie" gegen die Anschaffung von BEMU-Triebwagen für die Weizerbahn ist nicht stichhaltig, denn man könnte sich wohl aus dem Rahmenvertrag der ÖBB mit Stadler bedienen, denn den Rahmenvertrag über 120 Fahrzeuge schöpft die ÖBB sicherlich nicht aus.

Die echte Eisenbahn ist keine Modellbahn!

Das geht alles nicht so leicht, wie du es dir vorstellst.

Und trotzdem wäre es immer noch eine Kleinserie bezüglich Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung in der Steiermark.

Zitat von: 4110er am Heute um 08:26Und was geschieht mit den Dieseltalent bzw. den GTW der GKB? Wie wäre es mit einer Übernahme durch die ÖBB. Beide könnten ja im SUB die Radkersburgerbahn bzw. die Thermenbahn bedienen. Die dort eingesetzten Desiros wandern nach Oberösterreich und ersetzen dort die (letzten) 5047er. Das Modell hätte vielleicht einen weiteren Vorteil, da die GKB bzw. die Stb die Verkehre günstiger abwickeln könnten (sollte auch für das Land Steiermark ein Thema sein wenn man die Verkehre mitfinanziert oder gar die Thermenbahn übernimmt.)

Ich schätze die Talent werden nach der StB den Weg des alten Eisens gehen. Die GTW könnten (zusammen mit jenen der GKB) für die ÖBB als letzte Überbrückung interessant werden.

Deine Sub-Spielereien kommentierenden nicht. Wie oben geschrieben: Das ist keine Modellbahn.

5047er

Zitat von: 4110er am Heute um 08:26Und was geschieht mit den Dieseltalent bzw. den GTW der GKB? Wie wäre es mit einer Übernahme durch die ÖBB. Beide könnten ja im SUB die Radkersburgerbahn bzw. die Thermenbahn bedienen. Die dort eingesetzten Desiros wandern nach Oberösterreich und ersetzen dort die (letzten) 5047er. Das Modell hätte vielleicht einen weiteren Vorteil, da die GKB bzw. die Stb die Verkehre günstiger abwickeln könnten (sollte auch für das Land Steiermark ein Thema sein wenn man die Verkehre mitfinanziert oder gar die Thermenbahn übernimmt.)
Bis die GTW zur Ablöse anstehen, werden die ÖBB sowieso keine 5047er mehr im Bestand haben. Durch die Elektrifizierungen mehrerer Strecken in der Ostregion, die Anschaffung der Akku-Garnituren sowie der Änderung im Fahrzeugeinsatz bzw. Der Elektrifizierung der steirischen Ostbahn werden die ÖBB bereits in wenigen Jahren den PV auf den nicht elektifizierten Strecken locker mit den 5022 fahren können, vermutlich hat man selbst davon dann zu viele. Da auch die Radkersburger Bahn elektrifiziert wird, ist ein Einsatz dort auch höchstens eine Übergangslösung. Und dort Fahrzeuge einzusetzen, die noch schlechter als die 5022 für den Fahrradtransport sind, ist wohl auch nicht gerade die beste Idee.